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Spam-Fight

Vom Email-Aufkommen sind heute schon 60 - 80 % Spam, sprich unerwünschte Werbung. Jeder der ein Email-Postfach hat bekommt ihn wahrscheinlich auch. Ich möchte hier kurz beschreiben, wie man dem Problem begegnen kann.

Einführung

Warum gibt es eigentlich Spam, kann man das nicht technisch verhindern? Die knappe Antwort ist wohl: nein. Man kann Email-Werbung mit dem derzeitigen Mailsystem schwer bis gar nicht verhindern. Das SMTP-Mailsystem ist zu einer Zeit entstanden, als sich noch alle Mailversender gegenseitig vertraut haben. Es gibt zwar Entwicklungen das System abzusichern, aber die endgültige Lösung dürfte wohl nur durch einen weltweiten Wechsel zu erreichen sein. Ob eine solches neues Mailsystem spamfrei bleiben würde ist allerdings ebenfalls mehr als fraglich. Es ist wohl sinnvoller vorzubeugen.

Prävention

Ich vermute mal, dass die meisten Leser diesen Teil überspringen könnten, weil es schon zu spät ist und sie Spam in entsprechenden Mengen bekommen. Aber vielleicht lässt sich ja trotzdem die Spamflut noch etwas bremsen. Der wichtigste Punkt bei der Vorsorge ist, seine Mailadresse unter allen Umständen geheim zu halten. Eine Mailadresse, die keiner kennt, wird nur sehr selten mit Spam beschickt. Es werden zwar immer wieder Mails an alle möglichen Adressen eines Servers versandt (aaa@provider0815.de, aab@provider0815.de, aac@provider0815.de, …), der meiste Müll kommt aber immer noch direkt. Hier die wichtigsten Tipps zur Geheimhaltung in Kurzform:

  • keine Mailadresse auf der Homepage angeben (keine mailto: Links setzen)
  • keine Mailadresse in Gästebücher o.ä. eintragen
  • im Emailprogramm oder Webfrontend unbedingt das nachladen von externen Referenzen (Bilder usw …) sowie JavaScript ausschalten
  • besser noch: HTML Ansicht im Mailprogramm auf Klartext umstellen
  • keine Links aus Spam Emails anklicken
  • nie auf Spam Antworten (auch keinen automatischen Antwortdienst z.B. für Abwesenheit einschalten)
  • Funktionen wie „automatische Empfangsbestätigung“ ausschalten
  • Freunde über diese Tipps informieren
  • sichere Email-Programme verwenden und dafür sorgen, dass auch alle Freude und Bekannten die ihre Mailadresse haben, sich keine Viren oder Würmer einfangen

Wenn man diese Tipps beachtet, insbesondere die ersten drei, sollte man sehr wenig Spam bekommen. Der erste Tipp ist der Wichtigste. Webseiten werden von Spammern automatisiert nach Mailadressen durchsucht!

Zu spät

Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, kann man bekanntlich nicht mehr viel machen. Aber trotzdem empfiehlt es sich, auch in dieser Situation schnell zu handeln:

  • Mailadresse von der Homepage nehmen (z. B. bei mailto: Links)
  • mit Google nach der eigenen Mailadresse suchen und von Internetseiten entfernen lassen
  • Spamfilter beim Provider aktivieren
  • lokale Spamfilter einsetzen
  • Spammails melden (z.B. bei linknet.pngspamcop.net)

Im Notfall hilft es manchmal nur noch, einfach seinen Provider zu ändern. Am Besten ist es dabei zu kleineren Email- und Internetanbietern (z.B. Bürgernetzvereine) zu wechseln, weil sich Spammer doch oft auf die großen Provider konzentrieren.

Fazit

Es ist leider nicht möglich Spam vollkommen zu verhindern, aber man kann einiges dagegen machen, dass man noch mehr bekommt. Man sollte aber alle Möglichkeiten nutzen, Spammern das Leben so schwer wie möglich zu machen.

 

 
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